
In Frutigen neu Alpen Kaviar dank dem Tropenhaus
Das Nordportal des neuen Neat-Basistunnels befindet sich in Frutigen. Die meisten Züge, die durch den Basistunnel rasen, halten hier aber nicht.
Wer mit dem Zug nach Frutigen will, muss deshalb den Umweg über die schöne Bergstrecke wählen. Die Fahrt dauert statt 27 ganze 52 Minuten und ist landschaftlich ein Erlebnis.
Vulkan-Ausbrüche lehren uns: Im Innern der Erde ist es glühend heiss. Pro 100 Meter Überdeckung steigt die Fels-Temperatur in den Alpentunnels deshalb um 3 Grad.
Die warmen Felsen erwärmen, wo sie wasserführend sind, das über Ritzen und Kluften eindringende Wasser. Und das Wasser kühlt seinerseits den Felsen.
Nach einigen Jahrzehnten findet jeder Tunnel temperaturseitig - wie uns das Beispiel des Simplon-Tunnels lehrt - ein neues Gleichgewicht zwischen Fels- und Wassertemperatur.
Die noch heute warmen Wasser des Simplontunnels werden leider nicht genutzt. Anders die warmen Wasser des neuen Neat-Tunnels zwischen Raron und Frutigen.
In Frutigen entstand in den letzten Jahren ein einmaliges Tropenhaus, das sein Wasser aus dem Lötschberg-Basistunnel bezieht.
Ein Eintritt in die einmalige Anlage kostet 20 Franken.
In Frutigen finden Sie neben tropischen Pflanzen auch 60'000 sibirische Störe, die seit 2010 feinsten Alpen-Kaviar produzieren.
Die wissenschaftliche Sendung Einstein des Schweizer Fernsehens berichtete im November 2009, wie die Störe störungsfrei gewogen werden. Dank Schweizer Ingenieuren.
